Koliken

Federwiegen werden besonders für Säuglinge mit Koliken empfohlen. Ein Säugling weint durchschnittlich anderthalb Stunden am Tag.

Weinen ist nämlich die einzige Möglichkeit, wie das Baby mit seinen Eltern kommunizieren kann. Durch den Schrei zeigt das Baby, ob es Nahrung, Schlaf, eine saubere Windel oder Pflege und Zuneigung benötigt. Trotzdem kann es manchmal schwierig sein, zu verstehen, was dir das Neugeborene versucht, über das Schreien mitzuteilen.

Wenn dein Kind, der Dreierregel nach, in den ersten drei Lebensmonaten an mindestens drei Tagen pro Woche für mehr als drei Stunden am Tag unaufhaltsam weint, dann könnte eine Kolik dahinterstecken. In dem hier geschilderten Fall geht man normalerweise direkt aus, dass es sich um eine Kolik handelt. Eine Kolik kann sowohl für das Kind als auch für die Eltern sehr unangenehm sein. Die Geduld der Eltern wird ernsthaft auf die Probe gestellt, man fühlt sich hilflos. Außerdem bekommt man dadurch selten ausreichend nächtlichen Schlaf.

Wie man Koliken bei Säuglingen diagnostiziert

Bei Koliken handelt es sich nicht um eine spezielle Krankheit, sondern um einen Zustand. In einer ärztlichen Beratung kann der Kinderarzt ausschließen, ob das exzessive Schreien auf eine Erkrankung zurückzuführen ist. Ist dies nicht der Fall, muss die Kolik nicht sofort medizinisch behandelt werden. Während eines Beratungsgesprächs wird der Kinderarzt z.B. folgende Fragen stellen: Kann Ihr Kind aufhören zu weinen? Zieht es seine Beine hoch und den Magen zusammen? Tritt das exzessive Schreien zu jeder Tageszeit auf?

Für Koliken bei Säuglingen kann es viele Ursachen geben. Eine der häufigsten Erklärungen sind Magen-Darm-Probleme. Dies kann in einigen Fällen auf Probleme mit der Verdauung von Kuhmilchprotein zurückzuführen sein, wenn dem Baby Säuglingsnahrung verabreicht wird. Darüber, ob Kinder, die einen Muttermilchersatz erhalten, einem höheren Risiko für Koliken ausgesetzt sind als andere Kinder, kann nur spekuliert werden, denn Koliken sind nur schwer zu diagnostizieren. Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Säuglinge an Koliken leiden. Die Schätzung von Fachleuten liegt zwischen 15% und 40% aller Säuglinge in Europa.

Wie kann man das Baby von einer Kolik befreien bzw. den Zustand lindern?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sowie Tipps und Tricks, wie man dem Baby in dieser Situation helfen kann: 

Wickel dein Baby ein

Für dein Kind fühlt es sich völlig natürlich an, eingewickelt zu sein und geschaukelt zu werden, denn es wird dadurch an die Zeit im Mutterleib erinnert. Genau deshalb wird Kindern mit Koliken empfohlen, in einer Federwiege zu schlafen, da sie dort mehr Ruhe und Geborgenheit finden.

Eine Behandlung beim Chiropraktiker

Mit einem kleinen, feinen Druck auf die Fingerspitzen des Kindes kann ein Chiropraktiker die Gelenke des Kindes flexibler machen. Die Behandlung kann durch eine Reflexzonenmassage ergänzt werden, die sich auf den Fuß des Kindes sowie auf die Punkte im Körper, die den Fuß darstellen, konzentriert.

Das richtige Stillen

Für dein Kind ist es außerdem sehr wichtig, dass es während des Stillens vollständig mit Milch gesättigt wird. Wenn dein Baby die Brust nicht vollständig „entleert“, bekommt es zu viel Magermilch, die mehr Laktose enthält. Die hohe Menge an Laktose kann dem Kind ein Völlegefühl geben und möglicherweise zu Koliken führen.

Diese Tipps können deinem Kind bei Verdacht auf eine Kolik helfen. Denke jedoch daran, dass das exzessive Schreien nicht ewig andauert. Sobald dein Kind älter als drei Monate ist, ist das schlimme Schreien, das von Koliken verursacht wird, üblicherweise vorbei.

Vielen Dank, dass Sie mitlesen möchte.

Ich bin Marie. Ich bin Mutter und die Gründerin von Moonboon.

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