Wie lange stillen?

Wenn es ums stillen geht, gibt es kein richtig oder falsch. Wie lange, wie viel und wann das Kind gestillt werden muss, findet man heraus, wenn man sein Kind kennen lernt.

Stillen generell

Ob man stillen möchte oder nicht, ist individuell. Es gibt natürlich Vorteile beim stillen, aber wenn es nicht funktioniert, ist es auch in Ordnung.

Es ist nicht schädlich, wenn man das Kind nicht stillt und das Baby kann sich leicht mit Formulanahrung zurecht finden.

Vorteile beim stillen

Wenn man sein Kind stillt, gibt es verschiedene gesundheitliche Vorteile sowohl bei dem Kind als auch bei der Mutter.

Im Durchschnitt sind Mutter und Kind gesünder, wenn das Kind gestillt wird. Für das Kind wird das Risiko von Infektionen gesenkt und der Magen-Darm-Trakt wird gut vor dem plötzlichen Kindstod geschützt.

Kinder, die gestillt werden, entwickeln auch seltener Übergewicht im Kindergartenalter.

Schutz vor Krankheiten

Weitere Vorteile bei einer Ernährung mit Muttermilch sind, das Risiken für Erkrankungen wie Durchfall, Übelkeit, Gastroenteritis, Erkältung, Grippe sowie Pilz- und Lungeninfektion gesenkt werden.

Für Mütter senkt stillen das Risiko für Brust-, Eierstock- und Gebärmutterkrebs, Herzerkrankungen und Typ 2 Diabetes.

Das stillen erfüllt nicht nur das Bedürfnis nach Nahrung, sondern stärkt auch die Mutter-Kind-Beziehung und hilft bei der Rückbindung der Gebärmutter.

Dauer des stillens

Wie lange man stillen soll, hängt von dem Bedürfnis des Kindes und den eigenen Präferenzen ab. Die Organisation WHO empfiehlt, zumindest die erste Woche nach der Geburt zu stillen.

Die Milch ist besonders gut und gesund für das Kind und enthält wichtige Nährstoffe. Danach kann man sich immer noch entscheiden, ob man weiter stillen möchte.

Wenn man stillen möchte sind die Empfehlungen von WHO und der Nationalen Stillkommission, dass man mindestens 5-6 Monate voll und ausschließlich stillen sollte, bevor man mit dem Abstillen beginnt.

Eine weitere Empfehlung von WHO ist bis zum Ende des ersten Jahres zu stillen und zusätzlich ab einem Alter von 6-7 Monaten mit Beikost zufüttert.

Individuelle Entscheidung

Es ist sehr individuell, wie lange man sein Kind stillt und man sollte selbst entscheiden, was das Beste für Mutter und Kind ist.

Wenn das Kind 6-7 Monate alt ist, sollte man neben dem stillen auch noch andere Kost einführen. Das Kind braucht nämlich zusätzliche Nährstoffe. Wenn man das Kind neben dem stillen noch mit Brei füttert, kann das Risiko für Allergien reduziert werden.

Stilldauer der Stillmahlzeiten

Wie lange man pro Stillmahlzeit stillt, ist für jedes Kind individuell. Man soll das Kind stillen bis es satt ist.

Einige essen sehr schnell und sind nach etwa 15 Minuten satt, andere brauchen hingegen länger und können vielleicht für eine halbe Stunde an der Brust liegen.

Pro Brust

Es hängt natürlich von dem Alter ab, aber wenn ein Baby ausschließlich gestillt wird, trinkt es ungefähr 750 – 800 ml Muttermilch pro Tag verteilt auf den beiden Brüsten.
Wenn es älter wird und zwischen  9-12 Monate ist trinkt es etwa 500 ml.

Der beste Rat ist das Kind so lange mit der Brust zu stillen wie es möchte, es einfach zu lassen und ihm dann an die anderen Brust legen. Manchmal möchte das Baby weiter essen, manchmal ist es auch schon schneller satt. Bei der nächsten Stillmahlzeit sollte dann mit der letzten Brust angefangen werden.

Tagsüber stillen

In den ersten Wochen und Monaten hat ein Baby oft Hunger. Es muss deswegen oftmals tagsüber gestillt werden. In den ersten Wochen kann es alle 45 Minuten Hunger haben und wenn es sich weiterentwickelt muss es noch etwa alle 2-3 Stunden gestillt werden.

Stillen in der Nacht

Weil das Baby in den ersten Monaten oft Hunger hat, muss es auch nachts gestillt werden. Es ist unterschiedlich wie lange Kinder nachts durchschlafen und wie viele Male sie gestillt werden müssen.

Manche Babys schlafen relativ früh mehrere Stunden durch, aber das ist nicht die Regel genauso brauchen es einige Babys sehr oft in der Nacht gestillt zu werden.

Kein stillen

Es kann viele verschiedene Gründe haben, warum man nicht stillen möchte. Es gibt viele gesunde Vorteile beim stillen wie Antikörperbildung, Nährstoffe und Wachstumsfaktoren in der Muttermilch, sowie Schutz vor Infektionskrankheiten.

Das bedeutet aber nicht, dass es ein großes Problem ist wenn es nicht möglich ist zu stillen oder wenn man es ganz einfach nicht möchte. Das Kind kann gut mit Formulanahrung zurechtkommen.

Hat man zwar ein Problem mit dem stillen, wie zum Beispiel Schmerzen oder Komplikationen beim stillen, ist es trotzdem empfehlenswert, zumindest die ersten Tage zu stillen, weil Neugeborenenmilch besonders reichhaltig und Gesund für den Säugling ist.

Abstillen

stillen

Wann und wie man abstillen möchte, kann von vielen Faktoren abhängen. Mann soll solange man möchte stillen, aber manchmal können unterschiedliche Faktoren Probleme bereiten.

Zum Beispiel können Schmerzen beim stillen, Milchmangel, Brustentzündung, Einnahme bestimmter Medikamente, die Rückkehr in den Job oder ähnliches das stillen beeinflussen, oder das Kind kann sogar das Interesse verlieren.

Abstillen – Methoden

Es gibt mehrere Methoden für das Abstillen. Die natürliche Methode ist die einfachste, aber für einige ist es vielleicht auch notwendig schneller abzustillen.

Natürliches Abstillen

Das natürliche Abstillen ist die einfachste Methode und hier hängt alles von dem Kind ab. Wenn das Kind das Interesse verliert, oder es nicht mehr benötigt kann man seltener stillen.

Das geht ganz einfach, da sich die Milchbildung nach der Nachfrage richtet und man hat automatisch weniger Milchbildung, wenn das Kind seltener gestillt wird.

Sanftes Abstillen

Das sanfte Abstillen ist, wenn die Mutter bestimmt, wann sie abstillen möchte. Dieser Prozess muss langsam passieren. Wenn man abstillen möchte, kann man ganz langsam mehr und mehr feste Kost und Brei in die Nahrung aufnehmen und weniger stillen.

Über die Wochen kann man ganz langsam die Stillmahlzeit mit Flaschen oder Brei beenden und eine zweite Mahlzeit pro Tag ersetzen. Wenn das Kind noch nicht für feste Kost bereit ist sollte man das stillen durch Flaschen oder Babybrei ersetzen.

Schnelles Abstillen

Wenn man schnelles Abstillen möchte, sollte man sich am besten mit einem Frauenarzt abstimmen. Diese Methode kann Beschwerden herbei führen, wie Brustentzündungen oder Milchstau, weil der Prozess zu schnell geht.

Es ist aber wichtig, dass man bei Abstillen immer noch das Kind sehr viel Zuwendung gibt, da diese ein natürlicher Teil des stillens ist.

Länger stillen

Wenn man Zeit und Lust hat und das Kind noch nicht das Interesse verliert hat, kann auch noch länger stillen. Stillt man noch, wenn das Kind älter als 6 Monate ist, benötigt das Kind zusätzliche Nährstoffe und kann sich nicht allein mit dem Stillen begnügen.

Man kann das Kind erst stillen und dann zusätzlich noch mit Brei und anderes Essen füttern. Stillen nach 6 Monate bietet Vorteile an. Wie oben bereits erwähnt werden Risiken für verschiedene Krankheiten bei Mutter und Kind gesenkt und darüber hinaus erholt sich das Kind auch schneller wenn es krank wird.

Vielen Dank, dass Sie mitlesen möchte.

Ich bin Marie. Ich bin Mutter und die Gründerin von Moonboon.

Bei Moonboon entwickeln wir ökologische und nachhaltige Babyausstattung. Hergestellt mit Umsicht für Babys und geborgene Nächte.

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