Wann Babys einschlafen und durchschlafen

In den ersten Monaten im Leben eines Babys schläft es viel, aber unregelmäßig. Das Baby ist zudem das Leben im Bauch der Mutter gewöhnt und muss sich erst an Tag und Nacht gewöhnen. Später muss sich das Baby auch noch an den Alltag gewöhnen und lernen durchzuschlafen. Der Prozess des Schlafenlernens erfordert Geduld und Ruhe. 

Schlafbedürfnis

Ab dem ersten Tag fängt das Kind mit seiner Entwicklung an. Es braucht dafür viel Schlaf und Nahrung. Deswegen ist die Faustregel: Je kleiner das Baby, desto mehr Schlaf benötigt es. Zeitgleich sind die Schlafperioden kurz, weil das Babys zwischendurch auch Hunger hat und Nahrung benötigt. 

In der ersten Zeit ist das Baby noch nicht daran gewöhnt, dass es einen Unterschied zwischen Tag und Nacht gibt, denn das Kind hatte im Bauch der Mutter durch die Schwangerschaft ab ca. der 36. Schwangerschaftswoche seinen eigenen Rhythmus, unabhängig von dem der Mutter, entwickelt. Vor der 36. Woche hat das Kind keine richtigen Wach- und Schlafperioden.

Schlafen in den ersten Monaten

Nach der Geburt und in den ersten Monaten ist dem Kind der Unterschied zwischen Tag und Nacht eher egal. Nur ganz langsam lernt es, dass man am besten am Tag wach ist und während der Nacht schläft. Das Kind braucht etwa 16,5 Stunden Schlaf pro Tag.

Einige Kinder schlafen mehr, andere weniger. Diese Stunden werden in Schlafperioden eingeteilt. Zwischendurch braucht das Kind auch die Brust oder ein Fläschen. In den ersten Monaten schläft das Kind nicht mehr als 3-4 Stunden am Stück. Das gilt sowohl tagsüber als auch nachts.

Wenn das Kind ein bisschen älter ist, können die Schlafperioden kürzer werden. Während der Nacht können Schlafperioden von etwa 2-4 Stunden am Stück möglich sein. Das Kind braucht über den Tag verteilt jedoch noch weitere kürzere Schlafperioden. Von ca. 2 – 6 Monaten braucht das Kind 1-3 Nickerchen tagsüber.

Ab wann wird das Baby durchschlafen?

Wie beschrieben, gewöhnt sich das Kind erst an Schlaf bei Tag und Nacht. Durchschlafen ist ein großer Entwicklungsschritt: Erst mit etwa 6 Monaten wird das Kind einen regelmäßigen Schlafrhythmus entwickeln und nach und nach durchschlafen.

Säuglinge können in der Regel nur zwischen 6-8 Stunden am Stück schlafen, aber erst nach etwa 6 Monaten für 6 Stunden am Stück nachts, denn es benötigt keine Mahlzeit mehr zwischen zwei Schlafperioden.

Das Kind kann natürlich immer noch nachts aufwachen und Hunger haben, aber es braucht nicht jedes Mal eine Mahlzeit zwischen den Schlafperioden, wie davor. Tagsüber braucht das Kind noch 2-3 kurze Schläfchen. Obwohl Kinder in der Regel mit 6 Monaten etwa 6 Stunden durchschlafen können, fangen einige erst später damit an. Die Entwicklung des Schlafrhythmus und des Durchschlafens ist für jedes Kind individuell.

Der Schlaf nach 7 Monaten

Wenn das Kind älter wird, schläft es immer weniger am Tag und mehr in der Nacht. Von etwa 7 bis 12 Monaten schläft das Kind vorwiegend nachts und hat auch eine Routine mit bestimmten Schlafzeiten entwickelt.

Das Kind benötigt rund 14 Stunden Schlaf. Allerdings kann man das ein bisschen beeinflussen, denn je mehr das Kind tagsüber schläft, desto weniger Schlaf braucht es in der Nacht – und umgekehrt.

Obwohl das Kind mehr und mehr nachts schläft und auch durchschläft, ist es im ersten Jahr völlig normal, dass das Kind regelmäßig in der Nacht aufwacht. Das kann aufgrund vieler Dinge geschehen, zum Beispiel wenn das Kind Hunger hat oder wenn seine Windel nass ist.

Im zweiten Lebensjahr braucht das Kind etwa 13,5 Stunden Schlaf und die meisten Kinder halten nur einen Mittagsschlaf und schlafen die restlichen Stunden nachts.

Im Alter von 3-4 Jahren schlafen manche Kinder gar nicht mehr tagsüber. Sie brauchen kein Nickerchen mehr und schlafen nur nachts.

Tipps für Durchschlafen

Alle Kinder sind unterschiedlich, weshalb man, wenn man dem Kind das Durchschlafen beibringen möchte, oft verschiedene Methoden ausprobieren muss, um die richtige zu finden. Nicht alles funktioniert genauso gut wie bei anderen. Die nachfolgenden Tipps sind kleine Anregungen, vielleicht funktioniert aber auch etwas ganz anderes bei eurem Kind.

Routine

Führe eine Routine im Alltag ein, um eine erholsame Nacht für das Baby zu schaffen. Das hilft dem Kind bei der Entwicklung von festen Rhythmen. Wichtig ist, dass die Routine nicht nur zu den Eltern passt, sondern auch zum Kind. Kinder haben unterschiedliche Bedürfnisse und die Routinen müssen darauf abgestimmt werden.

Festes Einschlafritual

Wenn man ein Einschlafritual einführt, wird das Kind verstehen, was gleich passieren wird. Dass der Tag sich dem Ende neigt und dass es jetzt Zeit für Ruhe und Schlaf ist. Findet die beste Methode für euer Kind und welche Präferenzen euer Kind hat.

Beispiele können Kuscheln, Gute-Nacht-Lieder, Geschichten, usw. sein. Kreiert eine ruhige Stimmung ohne zu viel Licht, Lärm und mit der richtigen Raumtemperatur. Es kann auch helfen, wenn das Kind bei der letzten Mahlzeit genügend getrunken hat und satt ist, denn dann kann es besser zur Ruhe kommen.

Es ist wichtig, dass das Ritual feste Zeiten in der Routine einnimmt. Das Kind wird einschlafen, wenn es müde ist und wenn es sich sicher und wohl fühlt.

Körpersprache des Kindes

Wann wird das Baby müde? Die Routine und das Einschlafritual hängen vom Kind ab. Findet heraus, wann das Kind müde wird und fangt zu diesem Zeitpunkt mit dem Einschlafritual an. Nach und nach wird es deutlicher, zu welchem Zeitpunkt das Kind müde wird, und es wird einfacher einen konkreteren Zeitpunkt für das Einschlafritual zu finden.

Babybett

Es kann eine gute Idee sein, dem Kind beizubringen in seinem eigenen Bett zu schlafen. Das Baby lernt dadurch den Zusammenhang zwischen dem Bett und dem Schlafen. Achte dann aber darauf das Bett nur zum Schlafen und nicht zum Spielen zu verwenden, denn sonst weiß das Kind nicht, ob es Zeit fürs Schlafen gehen oder fürs Spielen ist, wenn es ins Bett gelegt wird.

Unabhängig davon sollte man das Kind ins Bett legen, wenn es schläfrig wird und die Augen zufallen, es aber noch wach ist. Bleibe beim Kind, bis es eingeschlafen ist, und streichle dein Baby behutsam, damit es den sanften Körperkontakt spürt und sich sicher und geborgen fühlt.

Für viele Eltern ist das nicht einfach, denn manche Kinder möchten nur einschlafen, wenn sie Körperkontakt mit den Eltern haben, oder sie schlafen einfach beim Stillen oder Füttern ein. Versucht es trotzdem, verzweifelt nicht, denn es ist ganz normal, dass das Kind vor allem am Anfang nicht alleine einschlafen möchte.

Aufwachen

Wenn das Kind in der Nacht aufwacht, schaltet am besten kein helles Licht ein. Idealerweise verwendet ihr entweder nur schwaches, gedimmtes Licht oder jenes, welches das Kind vom Einschlafritual kennt. So weiß es, dass es noch nicht Zeit fürs Aufwachen, sondern noch Schlafzeit ist.

Schwierigkeiten mit dem Schlaf

Dem Kind das Schlafen und Durchschlafen beizubringen kann schwierig sein, denn viele Faktoren können den Schlafrhythmus stören. Bleib geduldig und lasse das Kind seinen Schlafrhythmus finden. Du kannst es mit unseren genannten Tipps versuchen, vielleicht wirkt aber auch etwas ganz anderes bei deinem Kind.

Jedes Kind ist individuell und hat dementsprechend eigene Schlafbedürfnisse. Kinder haben genau wie wir Präferenzen und können ebenso Frühaufsteher oder Nachteulen, Lang- oder Kurzschläfer sein. Welcher Typ das Kind ist, kann man herausfinden, wenn man über eine Zeit lang beobachtet, wann das Kind müde wird, wann es aufsteht und wie lange es tagsüber und nachts schläft. 

Es ist ganz normal, dass man Schwierigkeiten mit dem Schlaf des Kindes hat. Wenn nichts hilft und man das Kind nicht zum Schlafen oder zur Ruhe bringen kann, können vielleicht andere Ursachen vorliegen. Es kann beispielsweise Regulationsstörungen sein. Wenn wirklich gar nichts hilft, sollte man den Kinderarzt um Hilfe bitten.

Vielen Dank, dass Sie mitlesen möchte.

Ich bin Marie. Ich bin Mutter und die Gründerin von Moonboon.

Bei Moonboon entwickeln wir ökologische und nachhaltige Babyausstattung. Hergestellt mit Umsicht für Babys und geborgene Nächte.

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